Ast Südsteiermark-Slowenien

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Vom Süden der Steiermark bis in die Windischen Bühel von Slowenien

Vermutliche Verknüpfung

Unklar. Schon aufgrund der räumlichen Nähe ist eine Verbindung mit dem Kärtner Ast ist über eine gemeinsame Kärtnerisch-Steirische Linie wahrscheinlich, aber noch nicht erwiesen. Da das Hochstift Bamberg lange Besitzungen in Kärnten und der Steiermark hatte, ist eine Herkunft der südösterreichischen Lorber aus Franken denkbar.

Ein Indiz für noch über längere Zeit enge Beziehungen mit Bamberg könnte auch sein, dass Johann Georg Lorber 1682 in Mureck Anna Maria Pflöger heiratete, die Tochter eines hochfürstlich-bambergischen Ratsamtmanns in Villach.

Möglicher Stammvater

Nach bisher unbestätigten Angaben soll in Arnfels bereits im 14. Jahrhundert ein Schmied mit dem Namen Lorber verzeichnet sein.

Werdegang

Im alten Österreich-Ungarn reichte die Steiermark bis an den Fluss Save. Lange lebten im südlichen Teil, unter anderem in den sogenannten „Windischen Büheln“, Slowenische und Deutsche Siedler einträchtig miteinander. Der Austausch war selbstverständlich, selbst die Schreibweise des Nachnamens wurde bisweilen von Lorber zu Lorbek oder Lorberjevi angepasst. Nach dem Ersten Weltkrieg änderte sich diese Einheit und die Südsteiermark wurde dem neuen Staat Jugoslawien zugeschlagen. Die dort lebenden deutschen Siedler mussten sich entscheiden, ob sie bleiben und sich der slowenischen Lebensart anpassen oder auswandern. Heute finden sich sowohl in Slowenien und Kroatien, als auch in Südösterreich Nachkommen dieses alten Familienastes.

Herausragende Biografien

  • Bartholomäus Lorber der Ältere, erbaute 1665 den Rathausturm von Mureck;
  • Joseph Ignaz Lorber (1682-1724), Kaiserlicher Hofmusiker, virtuoser Oboist, Flötist und Chalumeau-Spieler
  • Johann Georg Lorber (+1741), Sohn von Bartholomäus, machte sich in den Türkenkriegen bei der Verteidigung der Region verdient, so dass sein Sohn Johann Nikolaus 1741 mit dem Prädikat „von Lorberau“ geadelt wurde. Ein Zusammenhang mit Laurenz Lauriga, der bereits 1627 mit den Titel "von Lorberau" versehen wurde und 1664 das Schloss Lorberau in Leoben/Steiermark errichtete, scheint nicht zu bestehen;
  • Jakob Lorber (1800-1864), religiöser Autor;
  • Rudolph Lorber (1872-1952), Keramikkünstler in Ohio, gebürtig in Grinzing bei Wien, Vorfahren aus Marburg (heute Maribor/Slowenien), prägte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Produktion der Weller Pottery in Zanesville https://wisconsinpottery.org/weller-pottery/;
  • Otto Lorber (geb. 1900), Werbegraphiker aus Graz, Entwarf unter anderem den "Vaillant-Hasen";
  • Theodore Lorber (1906-1989), Fechter aus Ohio, Teilnehmer am Florettwettbewerb der Olympischen Spiele 1932 in Los Angeles, Sohn des Keramikkünstlers Rudolph;
  • Tomislav Lorber, sogenanner „Stärkster Mann Kroatiens“

Heutige Verbreitung

Vor allem Slowenien, Kroatien, der Steiermark und Kärnten unter den Namen Lorber, seltener auch Lorbek oder Lorbegg. Auch Auswanderer in die USA (Ohio).

Der Artikel im Familienmagazin Laurus

Dieser Zweig wurde 2014 auch im Familienmagazin "Laurus" behandelt. Der entsprechende Artikel kann hier heruntergeladen werden (PDF in deutscher Sprache).

Wundern Sie sich nicht über Abweichungen zum oben stehenden Text. Der Artikel gibt den Forschungsstand von 2014 wieder. Der Text auf der Homepage ist dagegen auf dem aktuellen Stand der Familienforschung.
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Quellen:

  • Katholisches Kirchenbucharchiv Maribor
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